Gewaltfreie Kommunikation
„Frieden bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krieg; er ist kein Zustand. Wir müssen Frieden führen und zwar ebenso wachsam, wie wir Krieg führen.“
Warum reden und zuhören lernen?
Wir reden ständig. Und trotzdem verstehen wir uns oft erstaunlich wenig.
Wir sagen, was wir meinen – und der andere hört etwas ganz anderes. Wir wollen verstanden werden und fühlen uns doch nicht gehört. Aus einem kleinen Missverständnis wird ein Streit, aus Streit Rückzug oder Konflikte. Dann geht es schnell nicht mehr um Verständigung, sondern um Recht haben oder richtig und falsch.
Das geschieht in Beziehungen, Familien, Teams und Unternehmen – überall dort, wo Menschen miteinander leben und arbeiten.
Dabei wollen die meisten von uns dasselbe: gesehen, verstanden und ernst genommen werden. Was also steht dem im Weg?
Wir können reden. Aber wir können lernen, wirklich miteinander zu sprechen. Und wir können lernen, wirklich zuzuhören.
Gewaltfreie Kommunikation
Warum Gewaltfreie Kommunikation?
Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) wurde von dem amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt. Sie gehört inzwischen zu den weltweit am meisten verbreiteten Methoden der Gesprächsführung, des Konfliktmanagements, der Mediation – der Vermittlung. Ein Netz von Gruppen und Initiativen arbeitet mit GfK in Schulen, im Justizbereich, in Unternehmen, in Non-profit- Organisationen und zunehmend in Unternehmen. Überall geht es darum, eine Kultur des miteinander zu entwickeln, welche die Bedürfnisse eines jeden Menschen erkennt und in den Mittelpunkt stellt.
Die Gewaltfreie Kommunikation hilft dabei, unseren sprachlichen Ausdruck und unsere Art zuzuhören, umzugestalten. Sie richtet den Blick weg von Schuld und Bewertung und hin zu dem, was uns Menschen verbindet: Gefühle, Bedürfnisse und das, was uns wichtig ist. Wir werden darin unterstützt, Zugang zu einer Sprache, die auf Mitgefühl, Offenheit und Klarheit beruht, zu entwickeln.
Es geht um Zugänge, die uns ermöglichen, sowohl uns unmittelbar und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen eine wertschätzende Aufmerksamkeit zu schenken, die Neugier und Kontakt anregt.
Im Mittelpunkt stehen drei Fähigkeiten:
- sich selbst verstehen,
- sich ehrlich und authentisch ausdrücken und
- empathisch zuhören zu können.
Die Werkzeuge der GfK helfen uns, diese Fähigkeiten zu entwickeln. Dadurch wird eine Gesprächskultur möglich, in der unsere emotionale Intelligenz wieder wirksam sein kann.
Die GfK ist weniger eine Technik, die es zu erlernen gilt. GfK ist ein Instrument, um eine Haltung zu verinnerlichen.
Für mich ist GfK deshalb keine Technik, die es zu erlernen gilt und kein Rezept für „gute Kommunikation“. Sie ist eine Haltung, die uns ermöglicht, auch dort in Verbindung zu bleiben, wo es schwierig wird und damit grundlegend den Umgang mit sich und anderen verändert.
Denn echte Verständigung beginnt nicht mit den richtigen Worten. Sie beginnt mit der Bereitschaft, einander wirklich zu begegnen.
Die Seminare
Mit einem Einführungsseminar erhalten Sie mit etwas Theorie und vielen Übungen einen lebendigen und intensiven Einstieg in die GfK. Mit diesen Erfahrungen stehen Ihnen alle Vertiefungs- und Übungsangebote und die GfK-Ausbildung „Time of Change“ offen.